Versorgungssicherheit für Wolfram in einem dynamischen globalen Markt

Hartmetall bewegt die moderne Welt

Von der Luft- und Raumfahrt über die Mobilitätsbranche, Energietechnik und Elektronik bis hin zur Medizintechnik – moderne Industrie basiert auf Präzision. Und im Zentrum dieser Präzision steht Wolframkarbid. 

Dank seiner außergewöhnlichen Härte, Hitzebeständigkeit und Langlebigkeit ist es unverzichtbar für Hochleistungswerkzeuge. Ohne Wolframkarbid wären viele der modernen fortschrittlichen Fertigungsprozesse heute schlicht unmöglich. 

Doch genau dieses Material, das den industriellen Fortschritt vorantreibt, entwickelt sich zunehmend zu einem strategisch kritischen Rohstoff. 

Ein Markt im Wandel

Der Wolframmarkt hat in den vergangenen Jahren eine neue Phase erreicht – geprägt nicht etwa von gewöhnlichen Rohstoffzyklen, sondern von tiefgreifenden strukturellen Veränderungen. 

Ein wichtiger Frühindikator ist dabei Ammoniumparawolframat (APT), ein Zwischenprodukt für die Herstellung von Wolframpulvern und letztlich von Hartmetall. Dabei wirken sich Bewegungen des APT-Preises direkt auf die Kostenstruktur der gesamten Hartmetall-Wertschöpfungskette aus. 

Im Jahr 2026 verzeichnete APT einen starken und schnellen Preisanstieg – ein klares Signal für eine grundlegende Neubewertung der Beschaffungskosten in der gesamten Branche. 

Was treibt diesen Wandel an?

Die aktuelle Marktsituation ist nicht das Resultat eines einzelnen Ereignisses. Vielmehr treffen hier mehrere Faktoren gleichzeitig aufeinander.

Ein stark konzentriertes globales Angebot

da der überwiegende Teil der Wolframproduktion in China angesiedelt ist

 

 

 

Verschärfte Kontrollen und Exportbeschränkungen

die die Materialverfügbarkeit außerhalb wichtiger Förderregionen limitieren.

Steigende Nachfrage

 

aus strategischen Industrien wie Luft- und Raumfahrt, Verteidigung sowie der High-End-Fertigung

Risikobasiertes Beschaffungsverhalten

 

da Unternehmen ihre Rohstoffversorgung angesichts möglicher Engpässe frühzeitig absichern. 

Diese Entwicklungen haben Wolfram von einem vergleichsweise stabilen Produktionsfaktor zu einem strategischen Rohstoff mit höherer Volatilität und langfristigen Unsicherheiten gemacht. 

Die Herausforderung liegt nicht allein in der Preisentwicklung. Entscheidend ist die grundlegende Struktur der Lieferkette selbst. 

Von Effizienz zu Resilienz

Über Jahrzehnte hinweg wurden globale Lieferketten vor allem auf Effizienz und Kostenoptimierung ausgerichtet. Dieses Modell basierte auf der Annahme, dass Rohstoffe dauerhaft verfügbar, bezahlbar und planbar bleiben würden. 

Rund 80 % des weltweiten Angebots stammen aus China, wodurch Hersteller weltweit geopolitischen Verschiebungen, Handelsdynamiken und Ressourcenengpässen ausgesetzt sind. 

In diesem Umfeld reichen kurzfristige Maßnahmen wie Lageraufbau oder reaktive Beschaffungsstrategien längst nicht mehr aus. 

Gefragt ist ein struktureller Ansatz für mehr Resilienz.

Resilient by Design

Bei CERATIZIT ist Versorgungssicherheit keine Reaktion auf aktuelle Marktentwicklungen.

Sie ist das Ergebnis einer langfristig angelegten Strategie:

Als Teil der Plansee Group hat CERATIZIT eine Wolfram-Lieferkette aufgebaut, die darauf ausgelegt ist, auch in volatilen Marktphasen stabil zu bleiben. Grundlage dafür ist die intelligente Verbindung von Integration, Kreislaufwirtschaft und Unabhängigkeit – drei strategische Erfolgsfaktoren, vereint in einem widerstandsfähigen System. 

Integration: Kontrolle über die entscheidenden Schritte

CERATIZIT verfügt über eine vollständig integrierte Wertschöpfungskette – vom Wolframpulver bis zum fertigen Werkzeug. 

Diese Integration schafft Transparenz und Kontrolle über alle wesentlichen Produktionsschritte und reduziert die Anfälligkeit gegenüber kurzfristigen Marktbewegungen und externen Abhängigkeiten. 

Anstelle fragmentierter Beschaffungsnetzwerke setzt CERATIZIT auf Stabilität durch durchgängige Eigenverantwortung und engmaschige Koordination entlang der gesamten Wertschöpfungskette. 

Kreislaufwirtschaft: Wolfram im Kreislauf halten

Ein wesentlicher Pfeiler der Resilienz von CERATIZIT ist die konsequent recyclingorientierte Lieferkette. 

Mit einer Recyclingquote von über 90 % (Geschäftsjahr 2024/25) betreibt CERATIZIT eines der fortschrittlichsten Kreislaufsysteme der Branche. 

Dieses System basiert auf drei zentralen Elementen:

  • Weltweite Sammlung und Sortierung von Wolframschrott, angeführt von Stadler Raw Materials, Europas größtem Sammler von Wolframschrott. 
  • Modernste Recyclingtechnologien, darunter thermomechanische (Zink-) und chemische Verfahren bei Global Tungsten & Powders (GTP) in den USA und Finnland. 
  • Geschlossene Materialkreisläufe, bei denen recyceltes Material chemisch identisch mit Primärrohstoffen ist – ohne Kompromisse bei Qualität oder Leistungsfähigkeit. 

Indem Wolfram im Kreislauf gehalten wird, reduziert CERATIZIT die Abhängigkeit vom Primärbergbau und sichert zugleich hochreine Materialströme entlang der gesamten Wertschöpfungskette. 

Unabhängigkeit: Strategische Rohstoffsicherung jenseits von Konzentrationsrisiken

Zusätzlich zum Recycling sichert CERATIZIT den Zugang zu Primärrohstoffen durch langfristige Partnerschaften und strategische Investitionen. 

Dazu zählt die Beteiligung der Plansee Group als größter Einzelaktionär von Almonty Industries, Betreiber der Sangdong-Mine in Südkorea – einer der bedeutendsten Wolframlagerstätten außerhalb Chinas. 

Die Konzentrate aus diesen Quellen werden konzernintern in den GTP-Anlagen weiterverarbeitet. Dadurch werden Kontrolle, Rückverfolgbarkeit und Unabhängigkeit von externen Verarbeitungsstrukturen zusätzlich gestärkt. 

Verantwortung und Transparenz als Fundament

Resilienz bedeutet nicht nur Verfügbarkeit.

Resilienz bedeutet auch Vertrauen.

CERATIZIT gewährleistet verantwortungsvolle Beschaffung durch:

  • RMI-konforme Schmelzwerke. 
  • Einen strengen Verhaltenskodex für Lieferanten. 
  • Ein globales QHSE- und Lieferanten-Governance-System. 

Diese Standards bieten Kunden die Sicherheit einer Lieferkette, die nicht nur stabil, sondern auch transparent, nachvollziehbar und an globale Anforderungen angepasst ist. 

Was das für unsere Kunden bedeutet

In einem Marktumfeld voller Unsicherheiten wird der Wert einer resilienten Lieferkette unmittelbar spürbar. Möglich wird dies durch ein System, das nicht auf Veränderungen reagiert, sondern von Anfang an darauf ausgelegt ist, ihnen standzuhalten. 

Mehr Unabhängigkeit gegenüber kurzfristigen Marktverwerfungen 

Größerer Planungssicherheit auch unter volatilen Marktbedingungen

Konstanter Qualität und zuverlässiger Verfügbarkeit weltweit

Eine neue Realität erfordert ein neues Denken

Wolfram wird auch künftig ein unverzichtbarer Werkstoff für die moderne Industrie bleiben. 

Verändert hat sich jedoch die Art und Weise, wie dieser Rohstoff beschafft, verarbeitet und abgesichert werden muss. 

Die Industrie bewegt sich weg von einem Modell der reinen Kostenoptimierung hin zu einem Ansatz, der auf Resilienz, Verantwortung und langfristigem Denken basiert. 



Die Antwort von CERATIZIT ist eindeutig:

FAQs: 

1. Warum ist Lieferkettensicherheit heute so wichtig?
Globale Lieferketten werden zunehmend durch geopolitische Risiken, Ressourcen-Nationalismus, Handelsbeschränkungen und volatile Märkte beeinflusst. Besonders bei kritischen Rohstoffen wie Wolfram ist eine hohe Lieferkettensicherheit entscheidend, um den langfristigen Zugang zu Materialien zu sichern, die Produktionskontinuität aufrechtzuerhalten und Beschaffungsrisiken zu minimieren. 

2. Wie stellt CERATIZIT eine stabile Wolframversorgung sicher?
Integration ist eine der drei zentralen Säulen der Lieferkettenstrategie von CERATIZIT. Als Teil der Plansee Group verfügt CERATIZIT über eine vollständig integrierte Wertschöpfungskette, die von der Rohstoffbeschaffung über die Pulverproduktion bis hin zu fertigen Werkzeuglösungen reicht. Dadurch werden kritische Prozesse besser kontrolliert und die Auswirkungen von Marktstörungen reduziert.

3. Ist CERATIZIT bei der Rohstoffbeschaffung unabhängig von China?
Für die westlichen Märkte ist die Rohstoffversorgung von CERATIZIT unabhängig von China. Als Teil der Plansee Group wird dies durch eine Kombination aus langfristigen Abnahmeverträgen, strategischen Investitionen und umfassenden Recyclingkapazitäten sichergestellt.

4. Welche Branchen sind auf Wolfram angewiesen?
Wolfram ist ein unverzichtbarer Werkstoff für zahlreiche Industrien, darunter Luft- und Raumfahrt, Elektronik, Medizintechnik, Energie, Automobilindustrie und Hightech-Fertigung. Gründe dafür sind seine außergewöhnliche Härte, Hitzebeständigkeit und Verschleißfestigkeit.

5. Wie trägt Recycling zur Versorgungssicherheit bei?
Kreislaufwirtschaft ist eine der zentralen Säulen der Lieferkettensicherheitsstrategie von CERATIZIT. Mit einer Wolfram-Recyclingquote von über 90 % im Geschäftsjahr 2024/25 reduziert das Unternehmen die Abhängigkeit von Primärrohstoffen erheblich und senkt gleichzeitig die Umweltbelastung. Wolframschrott wird weltweit gesammelt und mit modernen Recyclingtechnologien innerhalb der Plansee Group wiederaufbereitet.

6. Wie stellt CERATIZIT eine verantwortungsvolle und konfliktfreie Rohstoffbeschaffung sicher?
CERATIZIT fördert eine verantwortungsvolle Rohstoffbeschaffung durch den Einsatz RMI-konformer Schmelzen, einen verbindlichen Supplier Code of Conduct sowie umfassende Lieferantenmanagementprozesse. Diese Maßnahmen schaffen Transparenz, Rückverfolgbarkeit und hohe Standards entlang der gesamten Lieferkette. 

7. Was bedeutet eine vollständig integrierte Wertschöpfungskette?
Eine vollständig integrierte Wertschöpfungskette bedeutet, dass wesentliche Prozessschritte wie Rohstoffbeschaffung, Pulverherstellung und Werkzeugproduktion innerhalb der Plansee Group gesteuert werden. Dies erhöht die Transparenz, verbessert die Qualitätskontrolle und stärkt die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette. 

8. Wie gewährleistet CERATIZIT Flexibilität und Zuverlässigkeit auf globalen Märkten?
CERATIZIT nutzt das weltweit vernetzte Beschaffungs-, Recycling-, Produktions- und Verarbeitungsnetzwerk der Plansee Group. Dadurch werden Lieferketten widerstandsfähiger, Marktveränderungen können flexibel aufgefangen und Kunden weltweit zuverlässig beliefert werden.

9. Wie unterstützt CERATIZIT Kunden in Zeiten globaler Unsicherheit?
Durch den gesicherten Zugang zu kritischen Rohstoffen, transparente Beschaffungsprozesse und kontinuierliche Investitionen in eine resiliente Lieferkettenstruktur hilft CERATIZIT seinen Kunden, Versorgungsrisiken zu reduzieren und die Betriebs- sowie Produktionskontinuität auch in geopolitisch oder wirtschaftlich herausfordernden Zeiten aufrechtzuerhalten.

10. Welche Kunden profitieren besonders von Ihrer sicheren Lieferkette?
Besonders Unternehmen aus den Branchen Luft- und Raumfahrt, Elektronik, Medizintechnik, Energie, Automobilindustrie und Hightech-Fertigung profitieren von der integrierten Wertschöpfungskette von CERATIZIT. Vorteile sind unter anderem die hohe Recyclingquote, die diversifizierte Beschaffungsstrategie sowie ein verantwortungsvolles und robustes Lieferkettenmanagement.