Plansee Group und Almonty verlängern Vereinbarung für Versorgungssicherheit

Verlängerung der Abnahmevereinbarung für Wolfram
aus der Sangdong-Mine für Europa und die USA

Breitenwang/Reutte, 23. Juli 2026 – Die Plansee Group hat mit Almonty Industries die langfristige Abnahmevereinbarung für Wolframkonzentrat aus der Sangdong-Mine in Südkorea vorzeitig erweitert und um sechs Jahre auf 21 verlängert. Die Vereinbarung ist ein wichtiger Baustein für die langfristige Versorgungssicherheit mit Wolfram in Europa und den USA und unterstreicht die enge Zusammenarbeit beider Unternehmen.

Wolfram zählt zu den kritischen Rohstoffen für zahlreiche industrielle Anwendungen, insbesondere in der Werkzeugindustrie sowie den Bereichen Hochtechnologie, Energie, Mobilität und Verteidigung. Angesichts geopolitischer Unsicherheiten und eines zunehmend angespannten globalen Rohstoffmarktes gewinnt der Aufbau verlässlicher, konfliktfreier Lieferketten außerhalb Chinas weiter an Bedeutung.

Rückenwind für die Versorgungssicherheit

„Die Verlängerung unserer Abnahmevereinbarung mit Almonty ist ein wichtiges Signal für die langfristige Sicherung der Wolframversorgung in Europa und den USA“, sagt Karlheinz Wex, Vorstandsvorsitzender der Plansee Group. „Mit Sangdong steht künftig eine weitere Quelle für Wolframkonzentrate außerhalb Chinas zur Verfügung. Die Vereinbarung stärkt die Resilienz unserer Lieferketten über viele Jahre hinweg und erhöht das vereinbarte Liefervolumen. Letztlich sichern wir so die Versorgung für unsere Kunden mit Wolframprodukten auf allen Wertschöpfungsstufen.“

Preisregelung ermöglicht Wirtschaftlichkeit

Im Rahmen der Vertragsverlängerung wurden zusätzliche Preisregelungen vereinbart. Diese Preisregelungen ergänzen den bestehenden Mindestpreis, der auch bei zukünftigen Schwankungen des Wolframpreises einen wirtschaftlich nachhaltigen Betrieb der Sangdong-Mine unterstützt. Damit schaffen beide Partner die Grundlage für langfristige Investitions- und Versorgungssicherheit. 

„Eine stabile, unabhängige und nachhaltige Rohstoffversorgung erfordert langfristige Partnerschaften, die auch in volatilen Marktphasen Bestand haben“, sagt Karlheinz Wex. „Der vereinbarte Preismechanismus unterstützt die langfristige Betriebsfähigkeit der Mine und trägt dazu bei, die Versorgung mit Wolfram bis weit in die 2040er Jahre abzusichern.“ In der vergangenen Zeit ist der Wolframpreis stark gestiegen. Seit dem In-Kraft-Treten der chinesischen Exportrestriktionen auf Wolfram im Februar 2025 hat sich der Preis mehr als versiebenfacht. 

Recycling als weiterer Pfeiler 

Die Erschließung von Minen, wie Sangdong, ist ein wichtiger Baustein für Versorgungssicherung, benötigt jedoch lange Vorlaufzeiten – teilweise mehr als zehn Jahre. „Minen allein sind daher keine kurz- oder mittelfristige Lösung für die USA und Europa“, sagt Karlheinz Wex. „Für zeitnahe Versorgungssicherheit und vor allem eine Entlastung der Wolframknappheit brauchen wir Lieferketten, die neben langfristigen Abnahmeverträgen mit Minen vor allem auch auf regionale Recyclingkreisläufe setzen.“ Die Plansee Group, der größte Wolframversorger außerhalb Chinas, deckt 92 Prozent ihres Wolframbedarfs durch Recycling, während weltweit 70 Prozent des eingesetzten Wolframs noch nicht recycelt werden.

Karlheinz Wex, Vorstandsvorsitzender der Plansee Group; Foto: Andi Mayr

So verarbeitet die Plansee Group Wolfram

Die Plansee Group verarbeitet und vertreibt Wolfram in Form von Vor-, Zwischen- und Endprodukten. Der Unternehmensbereich CERATIZIT fertigt aus Wolframkarbid (Hartmetall) verschleißfestes Werkzeug für Handwerk, Zerspanung und industrielle Anwendungen. Plansee HLW verarbeitet Wolframmetalle und Schwermetalle zu Produkten und Komponenten für die Hightech-Industrie, oft an der Grenze des technisch-physikalisch Machbaren.

Wolframpulver ist der Ausgangsstoff für viele Hightech-Produkte. Foto: Plansee Group